Bitte wach auf!
Es geschah auf Sri Lanka: Ein Hund wurde von einem Auto angefahren und starb. Er lag mitten auf der Straße. Wenig später kam ein anderer Hund und versuchte seinen Freund zu wecken. Als ihm das nicht gelang, versuchte er den Körper aus der Gefahrenzone, an den Straßenrand zu schieben - aber der tote Hund war zu schwer für ihn. Dann stand er mitten in dem vorbeiströmenden Verkehr, neben seinem Freund und weinte, und klagte...




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Hallo, liebe Anne,
nun ist es an mir, einen Hilferuf zu starten und ein Zuhause für einen Hund zu suchen, den wir auf Gomera (ich war nach Jahren endlich mal wieder in Urlaub) verletzt gefunden hatten. Ich weiss nicht, wie Du darüber denkst, da der Hund über Pro Animal Gomera (also praktisch "Konkurrenz") vermittelt wird. Dennoch hoffe ich darauf, dass es mit den glücklichen "Zufällen" so weitergeht, bis Paulchen endlich in gute Hände vermittelt worden ist. Deshalb anbei die Story dazu.
Wenn ich könnte, würde ich ihn selbst aufnehmen - solche Erlebnisse, Aufregungen, Hoffnungen schweissen emotional so an ein Tier und er ein so lieber, zutraulicher Hund. Aber Du weisst: die Miezen und ich bin den ganzen Tag ausser Haus.
Liebe Grüße,
Sabine
"Zu den Hintergründen hier die Geschichte - ich kriege nicht alles zusammen, weil alle Begebenheiten und Vorkommnisse einerseits so durcheinander sind und andererseits sich alles vor Ort wunderbar eingefügt hat.
Gegge und ich waren ja auf Gomera und letzte Woche Mittwoch warteten wir und ein paar andere Leute auf den Bus, der uns zu einer gebuchten Wanderung abholen sollte. Während wir warteten, kam ein Hund zu uns, der am ganzen Leib zitterte und der offensichtlich verletzt war. Es sah wie eine Schusswunde aus, was nicht ganz so abwegig war, denn vor dem Urlaub hatte ich in einem Forum gelesen, dass im Valle Gran Rey es schon öfter vorgekommen ist, dass irgendein Hausbesitzer von seinem Grundstück aus auf freilaufende Hunde und auch auf Touris geschossen hat. Hunde hat er bereite verletzt. Grundsätzlich gibt es auf Gomera kaum Strassenhunde oder Katzen im Gegensatz zu den meisten anderen südlichen Ländern und ich denke (und hoffe), dass dort auch keine grossangelegten Vernichtungsaktionen der Streuner stattfinden, da Gomera touristisch bei weitem nicht so erschlossen ist.
Wie dem auch sei, der Hund hat offensichtlich Hilfe gesucht und hat sich die ganze Zeit von mir streicheln lassen, während Gegge und ich abwechselnd versucht haben, über ide Hotelrezeption Hilfe zu bekommen, die auch prompt kam. Er hat unter Schock gestanden, hatte Schmerzen und wollte sich zunächst trotz Schwäche nicht hinlegen, hatte aber den Kopf auf meinem Knie und sich an mich gelehnt.
Inzwischen kam der Reisebus mit den Wanderern, die zunächst auf uns warten mussten, bis wir uns entschlossen haben, dass wir nicht mitfahren, sondern Paul zu einem Tierarzt bringen. Die Tierklinik ist in San Sebastian, also ein ganzes Stück weit weg und das Hotel hat uns ganz schnell einen Mietwagen organisiert. Inzwischen hat sich Paul unter Schmerzen auf einer Decke, die wir ihm auf den Boden gelegt hatten, hingelegt und ich hatte einfach nur Angst, dass er es nicht schaffen wird.
Das Hotel hatte auch der Tierklinik Bescheid gegeben, dass wir kommen und so waren wir etwa 1 Stunde später in der Tierklinik - der Tierazt und die Assistentin waren einfach klasse - kompetent, freundlich und liebevoll dem Hund gegenüber. Der Arzt dachte auch erst, dass es sich um eine Schusswunde handelt, doch die Röntgenaufnahmen zeigten, dass es sich um Bissspuren handelt, eine Fleischwunde seitlich rechts und nicht so tiefe Spuren auf der linken Seite, was aber dringend behandelt werden musste und Paul mindestens einen Tag in der Klinik bleiben solte.
Den Hund hatte Gegge übrigens genau einen Tag vorher am Strand gesehen - allein. Das Hotel hat sich so was von vorbildlich verhalten, denn sie hatten von sich aus mit der Klinik vereinbart, dass sie die Tierarztkosten übernehmen und sogar den Mietwagen wollten sie uns zahlen. Zusätzlich hat sich die Chefin von der Rezeption, Simone Fluck mit dem Tierschutzverein vor Ort - der aus einer einzigen jungen Frau - Dominique - besteht, die wiederum von Ingrid Schmidling, der Vorsitzenden von Pro Animal monatelang vor Ort unterstützt wird, in Verbindung gesetzt und recherchiert. Dominique fand heraus, dass es Zeugen für eine nächtliche Beisserei gab und sogar der Hundehalter war bekannt - somit wollte sie, dass dieser die Rechnung zahlt - Paul wurde also bös gebissen und ist in Panik weggerannt, so dass ihn die Anwesenden nicht halten konnten, um ihm zu helfen.
Erbost war sie, als sie auf den Fotos, die der Tierarzt vom Hund gemacht hat und an Simone Fluck gemailt hatte, DEN Hund wiedererkannte, der kurz zuvor von einer Deustchen auf Gomera aus "Mitleid" aufgenommen worden ist, als sich dann aber herausstellte, dass diese Frau in ihrer Wohnung keinen Hund halten darf, hat sie ihn direkt wieder auf die Strasse gesetzt. Dominique war Paul also als Strassenhund bekannt, der bevor sie ihn ordnungegemäß vermitteln konnte, scheinbar unbürokratisch ein Zuhause gefunden hatte.
Am nächsten Nachmittag kamen dann Dominique und auch Ingrid Schmidling bei uns im Hotel vorbei, um all das und alles weitere was mit Paul geschehen soll, zu besprechen. Während Gegge und ich den Wunsch hatten und im Grunde noch haben, dass Paul auf Gomera ein liebevolles Zuhause findet und dort von ihnen vermittelt wird - denn dann hätte er dort das Paradies und ihm würde Fähre und der Flug von Teneriffa erspart bleiben, sehen die beiden Damen die größte Hoffnung für das Wohl des Hundes darin, dass wir in Deutschland ein Zuhause für ihn finden. Die Vermittlung würde über Pro Animal Gomera mit allen notwendigen Papieren erfolgen, der Hund ist gechipt und geimpft
Was ich angesichts der vielen positiven Umstände in dieser Sache fast unglaublich finde: Simone von der Rezeption fliegt am 06.07. nach Stuttgart zu ihren Eltern und hat sich bereit erklärt, für Paul Flugpatin zu sein! Paul würde um 23:15 in Stuttgart ankommen und Gegge würde ih dort abholen. Das ist der bisherige Stand. Nun hoffen wir natürlich sehr, dass wir jemanden finden, dem wir vertrauen können. Das ist auch der Grund, weshalb ich mich direkt an Euch wende und nicht beispielsweise im Forum einen Thrae eröffne, wo wir die Leute nicht kennen. Und der Frankfurter Raum ist ja noch im näheren Kreis von Stuttgart. Wenn Ihr jemanden kennen solltet, der Paul aufnehmen würde, an den wir uns wenden können, wären wir sehr dankbar dafür. Ich möchte es nicht unversucht lassen.
Paul ist übrigens zweieinhalb Jahre alt und war nie offiziell registriert. Er hat sich sein Leben lang irgendwie durchgeschlagen. Wir hatten den Eindruck, dass die Menschen dort im Großen und Ganzen schon tierfreundlich sind, die wenigen Streuner gefüttert werden, jedoch auch dort Missstände herrschen, wenn es darum geht, ein krankes Tier, was zu niemandem gehört, zu versorgen.
Paul wurde nach der Klinik von einer Freundin von Dominique aufgenommen, was jedoch nur eine Nacht möglich war, da deren Hund Paul nicht akzeptierte. Nun ist Paul bis zur Vermittlung bei Dominique, hat schon etwas zugenommen, isst gut und versteht sich auch mit ihrem Hund und Katzen gut. Leider kann sie ihn nicht dauerhaft aufnehmen. Sie versuchen ihn wohl auch zu vermitteln.
Anbei ein paar Fotos von Paul - aus der Klinik - und ein aktuelles Foto aus Dominiques Wohnung. Ebenso die Korrespondenz zwischen Gegge und Dominique zum akuellen Stand der Dinge.
brechen die positiven "Zufälle" an dieser Stelle nicht ab und Euch fällt spontan jemand ein, dem ihr vertraut oder irgendeine Ansprechperson, an die wir uns wenden können.
Viele Grüße,
Sabine
PPS: Vielen Dank an Euch alle für die UInterstützung und sei es nur die gedankliche, ein Abchecken von Bekannten und wenn ein klares "Leider nein" das Resultat sein sollte, haben wir wenigstens die naheliegenden Möglichkeiten ausgeschöpft.



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Tschüss Opa Axel
Opa Axel ging heute um 19 Uhr über die Regenbogenbrücke.
Opa Axel
1995 – 2007
Alles Beten seit gestern hat nichts geholfen.
Oder doch: denn Janine und ihr Freund hatten noch die Möglichkeit unserem Opa, so weit das ging, einen wunderschönen Tag zu bereiten. Und so schlief er sicherlich mit wunderschönen Gefühlen und in einer Umarmung friedlich ein.
Was hat diese unerträglichen Schmerzen verursacht? Wir können nur vermuten. Jahrelanges Liegen ohne Spaziergänge, Arthrose, Borreliose …
Er schrie und weinte. Konnte nicht mehr aufstehen, nicht mehr Laufen.
Am letzten Tag in seinem Leben……beobachte er voller Freude, seine Kumpel beim Spiel, schmuste mit einer Hündin, wurde liebkost von Janine und ihrem Freund. Und dann wurde er behutsam in seinen Schlaf gewogen, damit er gutüber die Brücke kommt.
Opa Axel, Du hast unser Herz berührt. Alles Gute im Regenbogenland
Allen Menschen sei Dank, die Hilfe geleistet, angeboten oder Hilfe für Axel gesucht haben.
Sonntag, der 9. September 2007
Toni
1996 - 2007

Diese Augen sagten alles!
Toni, 11 Jahre alt, Am-Bulldog-Mix, fast taub, suchte einen Gnadenplatz bei Menschen
Er bekam den Tod.
Weil ihn niemand wollte.
Fast taub und blind mit einem Tumor setzte man ihn einfach aus
Toni war eine liebe stille Seele. Das Gassigehen genoss er noch sehr, schnupperte viel, orientierte sich gut, suchte immer die menschliche Nähe und Zuwendung.
Noch am 16.08.suchten wir für dieses liebenwürdige Geschöpf ein Plätzchen hinterm Ofen...
Heute erreichte uns die Meldung:
"Toni wurde heute aus seiner Einsamkeit und Qual des Daseins erlöst.
Neben seiner totalen Taubheit hatte ihm seine nun auch vollständige Erblindung jegliche Lebensqualität genommen. Er kam überhaupt nicht damit zurecht. Konnte sich nicht mehr orientieren, war schreckhaft, ängstlich, depressiv.
Toni war mindestens 11 Jahre alt, schwer leberkrank, hatte ein schwaches Herz und schmerzende, kaputte Gelenke. In seinem Bauch hatte sich Flüssigkeit angesammelt. Im Frühjahr schon mußte ihm ein großer Tumor aus dem Bauchraum entfernt werden.
Jede ihm fremde, unbekannte Situation war für ihn bedrohlichund beängstigend und er zitterte am ganzen Körper, machmal heulte er jammerndwie ein Wolf.
Die Stille, die Dunkelheit und die damitverbundene unsägliche Einsamkeit, in der er leben mußte, waren für ihn sichtlich eine Qual.
Weder ein weiteres Vegetieren hinter Zwingergittern noch das Hineinstellen in eine ihm völlig fremde und damit überfordernde Lebenssituationkonnten diesem leidenden, alten Hund letztlich noch zugemutet werden.
Und dies können all die beurteilen, die diesen Hund gekannt,versorgt und geliebt haben.
Jeder, der sich als Tierschützer bezeichnet und Hunde liebt,hat die Pflicht, zu wissen, wann es genug ist und an der Zeit, einem leidenden Geschöpf diesen letzten Dienst zu erweisen.
Denn Tierschutz kann und darf nicht bedeuten: Leben um jedenPreis!
Ereifern sollten wir uns vielleicht über jene Menschen,die diesen Hund alt und krank, blind und taub, in einem schlimmen Zustand einst ausgesetzt und ihn damit seinem traurigen Schicksal überlassen hatten
Die Menschen, auf die er danach traf, waren jene, die ihn über lange Zeit liebevoll versorgten, sich um ihn kümmerten und ihm halfen. Bishin zur letzten Entscheidung..
Seine letzte Nacht verbrachte er bei mir zuhause in Geborgenheit. Heute mittag schlief er friedlich in meinen Armen ein.
Bei aller Traurigkeit tröstet es mich zu wissen: Toni muß nie wieder Angst und Schmerzen haben. Er hat alle Einsamkeit und alles Leiden überwunden.
Ursula Sack
Berlin, 22.8.2007
Hund und Gesellschaft, Berlin"